The Prague Post - Aussagen zu Israel: Streit in Berliner Linken wegen Abgeordneter Emde eskaliert

EUR -
AED 4.123998
AFN 72.991441
ALL 91.06352
AMD 406.886126
ANG 2.009819
AOA 1029.735365
ARS 1704.36321
AUD 1.618382
AWG 2.022694
AZN 1.913454
BAM 1.950752
BBD 2.261707
BDT 138.136199
BGN 1.962707
BHD 0.424712
BIF 3360.902119
BMD 1.122939
BND 1.436521
BOB 13.109955
BRL 5.701207
BSD 1.122924
BTN 106.578028
BWP 15.38405
BYN 3.381639
BYR 22009.602029
BZD 2.258455
CAD 1.590031
CDF 2597.923498
CHF 0.925745
CLF 0.028066
CLP 1104.601732
CNY 7.513813
CNH 7.508217
COP 3571.877675
CRC 510.293015
CUC 1.122939
CUP 26.950254
CVE 109.983306
CZK 24.329313
DJF 199.569139
DKK 7.475191
DOP 68.882349
DZD 151.145373
EGP 60.020005
ERN 16.844083
ETB 183.418886
FJD 2.546433
FKP 0.847182
GBP 0.843496
GEL 2.90885
GGP 0.847182
GHS 13.112947
GIP 0.847182
GMD 82.540332
GNF 9878.698239
GTQ 8.580024
GYD 234.933049
HKD 8.812881
HNL 30.144986
HRK 7.535374
HTG 147.050748
HUF 363.275785
IDR 20290.382605
ILS 3.475103
IMP 0.847182
INR 106.61951
IQD 1702.29453
IRR 2016660.670977
ISK 136.19046
JEP 0.847182
JMD 178.498054
JOD 0.796208
JPY 177.460843
KES 145.701751
KGS 98.201436
KHR 4564.147524
KMF 494.0935
KPW 1010.644948
KRW 1498.910476
KWD 0.349088
KYD 0.93577
KZT 508.158482
LAK 25266.16218
LBP 100556.468398
LKR 371.917429
LRD 191.454523
LSL 18.458922
LTL 3.315747
LVL 0.679255
LYD 7.21153
MAD 10.909658
MDL 20.144687
MGA 5053.830877
MKD 61.492503
MMK 2357.942315
MNT 4040.794131
MOP 9.077886
MRU 44.893018
MUR 53.036828
MVR 17.36106
MWK 1947.169473
MXN 20.770855
MYR 4.585188
MZN 71.759982
NAD 18.45843
NGN 1495.215999
NIO 41.324159
NOK 10.599241
NPR 170.519185
NZD 1.988854
OMR 0.431771
PAB 1.122884
PEN 3.862607
PGK 5.09894
PHP 70.839519
PKR 310.860311
PLN 4.369749
PYG 6413.402371
QAR 4.104578
RON 5.324756
RSD 117.417901
RUB 93.288984
RWF 1657.395966
SAR 4.21386
SBD 9.056106
SCR 15.750384
SDG 675.451863
SEK 11.143376
SGD 1.437609
SHP 0.847533
SLE 27.714548
SLL 23547.471762
SOS 641.733505
SRD 42.440918
STD 23242.567591
STN 24.43741
SVC 9.825834
SYP 14600.450951
SZL 18.451085
THB 37.573949
TJS 10.347766
TMT 3.941515
TND 3.349931
TOP 2.703767
TRY 55.613665
TTD 7.623305
TWD 36.436788
TZS 2964.556437
UAH 50.368793
UGX 4638.038245
USD 1.122939
UYU 45.204221
UZS 13537.327595
VES 986.962888
VND 29077.940803
VUV 134.120218
WST 3.122757
XAF 655.957
XAG 0.019673
XAU 0.000269565929
XCD 3.034799
XCG 2.023817
XDR 0.793976
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.182424
ZAR 18.508257
ZMK 10107.801463
ZMW 22.480621
ZWL 361.585861
SSP 6502.310246
MXV 2.345235
  • MDAX

    440.2200

    30656.65

    +1.44%

  • TecDAX

    44.8200

    4015.21

    +1.12%

  • Euro STOXX 50

    35.9700

    6204.23

    +0.58%

  • Goldpreis

    11.9000

    4182

    +0.28%

  • SDAX

    244.4700

    18198.27

    +1.34%

  • DAX

    239.9900

    25622.61

    +0.94%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1231

    +0.09%

Aussagen zu Israel: Streit in Berliner Linken wegen Abgeordneter Emde eskaliert
Aussagen zu Israel: Streit in Berliner Linken wegen Abgeordneter Emde eskaliert / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Aussagen zu Israel: Streit in Berliner Linken wegen Abgeordneter Emde eskaliert

Während der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin ist innerhalb der Linkspartei ein Streit um die Abgeordnete Vanessa Emde wegen ihrer Aussagen zu Israel eskaliert. Nach der Veröffentlichung eines Videos, in dem Emde zum wiederholten Mal das Existenzrecht Israels in Frage stellte, gingen Partei- und Fraktionsspitze am Freitag deutlich auf Abstand zu der Abgeordneten. Nach gemeinsamer Einschätzung sei eine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit Emde "nicht gegeben", erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Abgeordnetenhaus, Tobias Schulze.

Textgröße:

"Wir müssen feststellen, dass wir uns mit einer Abgeordneten konstituiert haben, die nicht mit der Partei kooperiert", erklärte Schulze. Unter anderem mit ihrem Social-Media-Post habe Emde "die Unterschrift unter die Konstituierungserklärung der Fraktion faktisch zurückgezogen". Die Erklärung zu Antisemitismus, in der sich die Fraktion zum Existenzrechts Israels bekennt, war am Dienstag von allen anwesenden Mitgliedern unterzeichnet worden - auch von Emde.

Die Linke hatte die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September klar gewonnen. Nach mehreren Vorgesprächen begannen am Donnerstag voriger Woche die Sondierungen mit Grünen und SPD über die mögliche Bildung einer Landesregierung. Überschattet werden die Gespräche zwischen den drei Parteien von Anfang an von Antisemitismusvorwürfen gegenüber einzelnen Linken-Mitgliedern, zu diesen gehört unter anderem Emde.

Nach der Aufnahme Emdes in die Linkenfraktion am Dienstag waren die Gespräche von Grünen und SPD vorübergehend ausgesetzt worden, gingen dann aber weiter. Die Sondierungen könnten am Wochenende enden und in formale Koalitionsverhandlungen zwischen den drei Parteien münden.

Der Fraktionsvorstand sei sich einig, dass Emde "in dieser Situation nicht öffentlich für die Fraktion sprechen kann", betonte Schulze in Berlin. An den Beratungen nahmen demnach neben der Fraktionsführung die Linken-Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer teil.

Am Dienstag werde in einer regulären Fraktionsvorstandssitzung über das weitere Vorgehen beraten, teilte Schulze weiter mit. Dazu werde auch Emde eingeladen. Für einen etwaigen Fraktionsausschluss wäre eine Zweidrittelmehrheit der gesamten Fraktion nötig. Zudem gelten für eine entsprechende Fraktionsentscheidung bestimmte Fristen.

Emde hatte in ihrem jüngsten Video ihre Aussage wiederholt, es gebe kein Existenzrecht für Staaten, sondern nur für Menschen. Dass sie am Dienstag entgegen anderslautender Forderungen in die Linksfraktion aufgenommen wurde, sei "ein kleiner Geländegewinn gegen die Staatsräson" gewesen, sagte die Neuköllner Abgeordnete darin weiter.

Eine gemeinsame Antisemitismuserklärung, die Linke, Grüne und SPD in der Woche zuvor als Voraussetzung für die Sondierungen unterzeichnet hatten, bezeichnete Emde in dem Beitrag auf ihrem Instagram-Account als "Bekenntniszwang unserer Fraktionsmitglieder zum Existenzrecht Israels und zur Zwei-Staaten-Lösung". Die gemeinsame Erklärung spielt für SPD und Grüne eine zentrale Rolle. Auch in ihren Reihen stößt eine mögliche Koalition mit der Linken in Berlin teils auf Bedenken.

Die gemeinsame Erklärung der drei Parteien schreibt unter anderem das Existenzrecht Israels als "unverhandelbar" fest und kündigt für den Fall von Verstößen Sanktionen bis hin zu Parteiausschlüssen an. Nach der Konstituierung der Linken-Fraktion, bei der Emde aufgenommen und eine offenbar unabgesprochene alternative Konstituierungserklärung zum Thema Antisemitismus von deren Mitgliedern unterschrieben wurde, bekräftigten sie erneut, dass diese Grundsatzerklärung weiter gelte.

Die Berliner CDU erneuerte am Freitag ihre Kritik an den Sondierungen zwischen Linkspartei, SPD und Grünen. Die zwischen den drei Parteien geschlossene Antisemitismusvereinbarung sei "das Papier nicht wert, auf dem sie steht", erklärte deren kommissarischer Generalsekretär Lukas Krieger unter Verweis auf Emdes neuen Post. Die Frage an SPD und Grüne sei, "wie lange sie sich noch vorführen lassen wollen".

Die Berliner CDU wirbt für ein Regierungsbündnis mit SPD und Grünen unter ihrer Führung, was nach der Abgeordnetenhauswahl rechnerisch ebenfalls möglich wäre. Auch die Bundes-CDU kritisiert die Linke in Berlin scharf und wirft ihr Antisemitismus vor. Parteichef Friedrich Merz (CDU) rief SPD und Grüne etwa auf, die Sondierungen zu beenden.

Q.Pilar--TPP