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Philipp Nawrath hatte sich seinen 33. Geburtstag ganz anders vorgestellt. "Mit der drei war heute eher das Podest gemeint, nicht das Schießergebnis", sagte der deutsche Biathlet nach dem enttäuschenden Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Antholz: "Keine Ahnung, das war heute einfach ein Satz mit X."
Mit drei Fehlern am Schießstand landete Nawrath, der wenige Tage zuvor als Fünfter im Einzel knapp seine zweite Medaille in Norditalien verpasst hatte, nur auf Platz 26. Sein Rückstand auf den überragenden Sieger Quentin Fillon Maillet (Frankreich) betrug 1:52,9 Minuten. Doch nicht nur bei Nawrath herrschte Frust, das Rennen über zehn Kilometer war der erste richtige Dämpfer für das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Südtirol.
Philipp Horn belegte mit einem Fehler als bester Deutscher Rang zehn - auch er geht mit einer Hypothek von 1:09,2 Minuten auf Fillon Maillet in die Verfolgung am Sonntag (11.15 Uhr/ZDF und Eurosport). David Zobel (0 Schießfehler/+1:41,8) als 19. und Justus Strelow (1/1:46,4) als 23. liegen wie Nawrath noch deutlicher zurück. Er hätte "nicht gedacht, dass die Abstände so riesig sind", sagte Horn: "Wir müssen jetzt analysieren, woran das liegt."
Er glaube nicht, "dass wir hier untergegangen sind", sagte Sportdirektor Felix Bitterling, im Sprint sei man dennoch erstmals während der Winterspiele "nicht so richtig in Schlagdistanz" gewesen. Das sei "ärgerlich, weil eben der Verfolger dranhängt. Es ist aber nicht mehr zu ändern."
Die Mannschaft müsse nun "das Positive", das man die Tage in Antholz schon gesehen habe, "wieder herauskramen" und sich "daran erinnern", sagte Bitterling und gab die Marschroute für das Jagdrennen vor: Die deutschen Biathleten sollen sich über die Verfolgung "ein bisschen Selbstvertrauen zurückholen", sagte der Sportdirektor, um dann nächste Woche in der Staffel "anzugreifen".
D.Kovar--TPP