The Prague Post - Der Traum lebt: Die Schweiz fordert Messis Argentinien

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Der Traum lebt: Die Schweiz fordert Messis Argentinien
Der Traum lebt: Die Schweiz fordert Messis Argentinien / Foto: David Ramos - AFP

Der Traum lebt: Die Schweiz fordert Messis Argentinien

Das Ziel ist ist nach einem Elfmeter-Krimi erreicht, der Traum lebt: Die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz hat sich bei der WM in Nordamerika auch ohne Jungstar Johan Manzambi ins Viertelfinale gekämpft. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin bezwang Kolumbien nach einem intensiven Schlagabtausch in Vancouver bei der ultimativen Entscheidung vom Punkt 4:3 (0:0 n.V) und reist nun weiter nach Kansas City zum Duell mit Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi (So, 3.00 Uhr MESZ).

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Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Ruben Vargas, zuvor hatte Gregor Kobel gegen Cucho Hernadnez pariert. Die Schweiz, die bei einem Lattentreffer von Jhon Lucumi (99.) großes Glück hatte und sich schon zuvor auf einen starken Kobel verlassen konnte, hat ihr großes Ziel von der besten WM ihrer Geschichte bereits erreicht. Ins Viertelfinale hatten es die Eidgenossen bei einer WM zuletzt 1954 im eigenen Land geschafft, mussten dafür aber nur die Gruppenphase überstehen. Die Turniere 1934 und 1938, bei denen es die "Nati" ebenfalls in die Runde der besten acht geschafft hatte, begannen gleich mit dem Achtelfinale.

In Vancouver zeigten sich die Schweizer in einem ausgeglichenen Duell völlig unbeeindruckt von der intensiven Spielweise der Kolumbianer, die sich nach einer starken Vorrunde zu einem Geheimfavoriten aufgeschwungen hatten. Das Erreichen des Viertelfinals in Brasilien 2014 bleibt für James Rodríguez und Co. der größte WM-Erfolg.

Dabei hatte die Schweiz vor dem Anpfiff einen Rückschlag verkraften müssen. Manzambi, bislang überragender Akteur der Mannschaft um Kapitän Grani Xhaka, fehlte wegen einer Knieprellung. Im Stadion war der 20-Jährige vom SC Freiburg, der etwas überraschend von Ardon Jashari von der AC Mailand ersetzt wurde, natürlich trotzdem - mit einem goldenen WM-Pokal aus Lego stieg er aus dem Mannschaftsbus.

Im BC Place waren die Schweizer deutlich in der Unterzahl. Zehntausende kolumbianische Fans waren am Vormittag (Ortszeit) auf einem Fanmarsch durch Vancouver gezogen, das Stadion war nahezu komplett in Gelb getaucht. Man habe bei den bisherigen Partien jedoch "gezeigt, dass wir damit umgehen können", sagte Yakin selbstbewusst. Man wolle Kolumbien "mit Fußball schlagen, nicht mit den Fans".

Die Intensität auf den Rängen übertrug sich dennoch auf den Rasen. Beide Mannschaften gingen von Beginn an mit vollem Einsatz zu Werke und schreckten vor keinem Zweikampf zurück. Das hieß aber auch: Spielfluss kam nicht zustande, stattdessen prägten viele Unterbrechungen die Partie.

Bei der Schweiz machte sich Manzambis Fehlen deutlich bemerkbar. Zwar kamen Fabian Rieder (30.) und Dan Ndoye (32.) aus jeweils halblinker Position zu guten Abschlüssen, für die Unberechenbarkeit des Jungstars fand die Mannschaft aber schlicht keinen Ersatz.

Entsprechend reagierte Yakin zur Halbzeit und nahm den glücklosen Jashari wieder aus dem Spiel. Der eingewechselte Djibril Sow verfehlte das Tor kurz nach dem Wiederbeginn (47.) nur knapp. Auch Rieder fehlte bei einem Freistoß (53.) nicht viel. Es blieb zu wenig, um eine Verlängerung zu vermeiden. Dort hatte Kobel Glück, als Lucumi die Latte traf (99.) und Jaminton Campaz knapp verzog (115.). Auf der Gegenseite scheiterte der eingewechselte Zeki Amdouni an Torhüter Camilo Vargas (104.).

Z.Marek--TPP