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Mehrere ehemalige Fußballstars haben nach Gianni Infantinos gescheiterten Investorenplänen Änderungen an der Spitze des Weltverbandes FIFA gefordert. "Ein Wandel ist notwendig. Die Macht hat die Fähigkeit der derzeitigen Führung getrübt, zwischen ihren eigenen Interessen und dem, was für den Fußball am besten ist, zu unterscheiden", hieß es in einem Statement, das unter anderem der frühere französische Weltmeister Emmanuel Petit und Mikael Silvestre, Mitglied eines FIFA-Gremiums gegen Rassismus, bei Instagram teilten.
Die Ex-Profis erwähnten den unter Druck stehenden Infantino nicht namentlich in ihrem Schreiben, kritisierten den Führungsstil des FIFA-Präsidenten aber scharf. "Wir teilen genau dieselben Bedenken wie Millionen von Fans auf der ganzen Welt. Wie sie haben auch wir beobachtet, wie sich der Sport, den wir lieben, unter der derzeitigen Führung der FIFA von seinen Grundwerten entfernt hat."
Die jüngsten Ereignisse "haben es unmöglich gemacht, weiter zu schweigen. Genug ist genug", hieß es weiter: "Viel zu lange mussten wir mit ansehen, wie wichtige Entscheidungen getroffen wurden, ohne dass die Spieler befragt oder einbezogen wurden und ohne Rücksicht auf die Fans, die diesen Sport am Leben erhalten."
Die Wahl zum FIFA-Präsidenten findet im März 2027 in Rabat statt, entschieden wird sie durch eine Mehrheit der 211 Mitglieder. Derzeit ist Infantino der einzige Kandidat. UEFA-Boss Aleksander Ceferin hatte am Montag eine eigene Kandidatur zwar ausgeschlossen, will aber weiterhin einen Neuanfang ohne Infantino.
"Die erste Möglichkeit ist, dass er erkennt, dass er nicht über die Unterstützung verfügt", sagte Ceferin im britischen Podcast "The Rest is Politics": "Die andere Möglichkeit ist, dass er bei der Wahl antritt. In diesem Fall werden wir meiner Meinung nach einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Wer das sein wird, weiß ich noch nicht."
Neben der von Ceferin angekündigten Kandidatur aus dem Kreise Europas könnte der kanadische CONCACAF-Präsident Victor Montagliani als Herausforderer auftreten. Neben der UEFA ist der Verband für Nord-, Mittelamerika und die Karibik ebenso wie der asiatische Verband AFC einer der lautesten Kritiker des FIFA-Präsidenten.
R.Rous--TPP