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Miron Muslic will noch "sehr lange" Trainer des FC Schalke bleiben - träumt aber perspektivisch vom Job als Nationalcoach Bosniens. "Ich bin gebürtiger und stolzer Bosnier, meine ganze Familie ist immer noch in der bosnischen Heimat", sagte Muslic im ZDF-Sportstudio: "Eines Tages – ich bin ja noch ein junger Trainer – kann ich mir das wunderbar vorstellen."
Im Alter von neun Jahren war Muslic aufgrund des Bosnien-Kriegs mit seiner Familie nach Österreich geflüchtet. "Vielleicht hat doch meine Vergangenheit damit etwas zu tun, dass ich relativ schnell Fuß gefasst habe auf Schalke und in Gelsenkirchen. Weil ich schon ein Gefühl entwickelt habe für die Menschen. Ich glaube, auch im Pott, in Gelsenkirchen, im Ruhrgebiet ist es nicht einfach für die Menschen", sagte Muslic.
Der 43-Jährige führte Schalke in seiner ersten Saison zurück in die Fußball-Bundesliga, am Freitag feierten die Knappen mit einem 3:1 bei Union Berlin den ersten Sieg im Oberhaus seit mehr als drei Jahren. Er habe vor, "sehr, sehr lange auf Schalke zu bleiben", sagte Muslic, danach hoffe er auf eine "schöne lange Pause".
Und man dürfe ja "träumen", sagte Muslic in Bezug auf eine Anstellung als Nationaltrainer von Bosnien-Herzegowina, "man versucht dann tagtäglich aufzuwachen und macht sich auf den Weg, seine Träume auch zu verwirklichen." Dass er jetzt Trainer bei Schalke ist, sei vor ein paar Jahren auch noch "ausgeschlossen" gewesen.
A.Stransky--TPP