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Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.
Die Mannschaft und das Publikum feierten ihren Superstar im Anschluss mit Standing Ovations, mit seiner Gala stellte Gidsel sogar den Torrekord in der Champions League ein. Dieselbe Trefferanzahl war zuvor nur dem Spanier Jesús "Chuchi" Martínez de la Cal im Jahr 2009 gelungen. Ganze zwölf Tore weniger warf am Donnerstagabend als zweitbester Schütze des Klubs Aitor Ariño Bengoechea.
Als zweites deutsches Team gewann im weiteren Verlauf des Abends auch European-League-Sieger MT Melsungen nach einem Kraftakt mit 28:23 (14:11) gegen den HBC Nantes. Nach guter erster Hälfte hatte Melsungen die Führung zwischenzeitlich aus der Hand gegeben, doch die Mannschaft arbeitete sich umso eindrucksvoller zurück. Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla, dessen Wechselwunsch momentan für viele Diskussionen sorgt, steuerte drei Tore bei.
In der Gruppe A liegt der deutsche Pokalsieger aus Berlin auf Rang zwei hinter dem ungarischen Rekordmeister KC Veszprem, drei Rückspiele stehen aus. In der engen Gruppe B hat Melsungen wie Nantes und der polnische Klub Orlen Wisla Plock nun jeweils zwei Siege auf dem Konto.
Die Füchse, die nach der Finalniederlage des Vorjahrs weiter ihren ersten Königsklassen-Titel anstreben, blicken auf einen anstrengenden Saisonstart zurück: Noch am Anfang des Monats war die Mannschaft bei der insgesamt enttäuschend verlaufenden Klub-WM in Ägypten aktiv.
So startete das Team am Donnerstag behäbig in die Partie, nach lange ausgeglichenem Spielverlauf konnte erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit erstmals eine Drei-Tore-Führung herausgespielt werden. Gidsel hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit sieben Treffern in die Torschützenliste eingetragen - dann drehte der 27-Jährige aber erst so richtig auf.
A.Novak--TPP