The Prague Post - Klimaschutzgesetz: Union und Umweltorganisationen kritisieren Änderungen scharf

EUR -
AED 4.119921
AFN 72.36347
ALL 90.834432
AMD 405.384773
ANG 2.007835
AOA 1028.718177
ARS 1709.948691
AUD 1.605826
AWG 2.019294
AZN 1.899943
BAM 1.954363
BBD 2.2576
BDT 138.656204
BGN 1.96077
BHD 0.423659
BIF 3359.881488
BMD 1.12183
BND 1.433965
BOB 13.097546
BRL 5.653017
BSD 1.120856
BTN 106.347707
BWP 15.368906
BYN 3.344282
BYR 21987.872175
BZD 2.254302
CAD 1.581646
CDF 2595.350762
CHF 0.926918
CLF 0.027966
CLP 1100.649535
CNY 7.506388
CNH 7.494864
COP 3545.622916
CRC 509.116613
CUC 1.12183
CUP 26.901862
CVE 110.18301
CZK 24.334517
DJF 199.371302
DKK 7.475344
DOP 68.938087
DZD 150.805571
EGP 60.4708
ERN 16.827453
ETB 183.089626
FJD 2.533037
FKP 0.842099
GBP 0.842523
GEL 2.905332
GGP 0.842099
GHS 13.108582
GIP 0.842099
GMD 82.456608
GNF 9921.572844
GTQ 8.569699
GYD 234.470749
HKD 8.804067
HNL 30.088476
HRK 7.53679
HTG 146.629582
HUF 362.671439
IDR 20249.035345
ILS 3.481604
IMP 0.842099
INR 106.56798
IQD 1699.320338
IRR 2014669.634991
ISK 136.22352
JEP 0.842099
JMD 178.129037
JOD 0.795331
JPY 177.84655
KES 145.610475
KGS 98.10417
KHR 4563.705714
KMF 493.605777
KPW 1009.647148
KRW 1488.36549
KWD 0.348822
KYD 0.934126
KZT 506.756459
LAK 25221.007484
LBP 100379.141869
LKR 371.463583
LRD 191.12204
LSL 18.425489
LTL 3.312473
LVL 0.678584
LYD 7.193711
MAD 10.962345
MDL 19.986573
MGA 5081.173655
MKD 61.668374
MMK 2355.298091
MNT 4034.56343
MOP 9.061559
MRU 44.876606
MUR 53.00669
MVR 17.343432
MWK 1943.70561
MXN 20.663473
MYR 4.579869
MZN 71.686231
NAD 18.425407
NGN 1496.083925
NIO 41.249856
NOK 10.565548
NPR 170.155174
NZD 1.978836
OMR 0.43134
PAB 1.120856
PEN 3.866974
PGK 5.098161
PHP 70.682039
PKR 310.291337
PLN 4.369731
PYG 6465.160268
QAR 4.085741
RON 5.326341
RSD 117.408918
RUB 92.830224
RWF 1656.704117
SAR 4.222065
SBD 9.047165
SCR 15.606889
SDG 674.780942
SEK 11.121623
SGD 1.435354
SHP 0.846696
SLE 27.686755
SLL 23524.223586
SOS 640.637559
SRD 42.288397
STD 23219.620444
STN 24.481564
SVC 9.807658
SYP 14586.036076
SZL 18.419458
THB 37.682661
TJS 10.323748
TMT 3.937624
TND 3.346095
TOP 2.701098
TRY 55.61081
TTD 7.604274
TWD 36.452641
TZS 2972.814147
UAH 50.540992
UGX 4662.613537
USD 1.12183
UYU 45.007311
UZS 13500.833285
VES 985.988462
VND 29049.232451
VUV 133.466754
WST 3.127464
XAF 655.957
XAG 0.019691
XAU 0.000271191286
XCD 3.031802
XCG 2.020215
XDR 0.793192
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.920298
ZAR 18.414059
ZMK 10097.815477
ZMW 22.390837
ZWL 361.228871
SSP 6451.393165
MXV 2.332695
  • EUR/USD

    0.0004

    1.1221

    +0.04%

  • DAX

    -302.8400

    25319.77

    -1.2%

  • Euro STOXX 50

    -59.4200

    6144.81

    -0.97%

  • SDAX

    11.9500

    18210.22

    +0.07%

  • MDAX

    -143.3900

    30513.26

    -0.47%

  • TecDAX

    -4.3100

    4010.9

    -0.11%

  • Goldpreis

    -13.2000

    4146.9

    -0.32%

Klimaschutzgesetz: Union und Umweltorganisationen kritisieren Änderungen scharf
Klimaschutzgesetz: Union und Umweltorganisationen kritisieren Änderungen scharf / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Klimaschutzgesetz: Union und Umweltorganisationen kritisieren Änderungen scharf

Die Union hat die geplante Änderung des Klimaschutzgesetzes im Bundestag scharf kritisiert. "Mit ihrer Gesetzesänderung entkernen sie das Klimaschutzgesetz", sagte der CDU-Abgeordnete Thomas Gebhardt am Freitag an die Bundesregierung gerichtet. "Sie machen es unverbindlicher, sie weichen es auf." Ähnliche Vorwürfe erhoben auch Umweltverbände. SPD und Grüne verteidigten die Reform - übten aber auch Selbstkritik. Die FDP begrüßte die Reform hingegen als "großen Meilenstein".

Textgröße:

In zwei Bereichen, dem Verkehrs- und dem Gebäudesektor, würden aktuell mehr Emissionen ausgestoßen, als gesetzlich zulässig, betonte der Christdemokrat Gebhardt. Statt in diesen Sektoren nachzusteuern und "sich an bestehendes Recht zu halten, ändern sie einfach das Gesetz", warf er der Ampelkoalition vor. Diese gehe damit "einen Schritt zurück".

Die Regierung wolle "einen wirkungsvollen Kontrollmechanismus des Gesetzes aufweichen", ergänzte die umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anja Weisgerber (CSU).

Die Linke nannte die geplante Reform ebenfalls eine Aufweichung. Die Koalition wolle damit Verstöße gegen die Sektorenziele legalisieren, sagte der umweltpolitische Sprecher der Linkenfraktion, Ralph Lenkert. Dies sei "ein Skandal". Seine Partei fordere stattdessen: "Hände weg vom Klimaschutzgesetz."

Die Reform des Gesetzes sieht eine Abschaffung der bisher verpflichtenden jährlichen Ziele bei der Emissionsverringerung für einzelne Wirtschaftsbereiche wie Verkehr oder Gebäude vor. Stattdessen sollen Prognosen für das Erreichen der Klimaziele insgesamt in den Vordergrund rücken. Zielverfehlungen in einem Bereich können künftig mit Fortschritten in anderen Sektoren verrechnet werden. Dies vermindert den Einspardruck.

Am stärksten verteidigte die FDP die Gesetzesänderung im Bundestag - sie hatte die Reform im Koalitionsausschuss gegen Bedenken der SPD und der Grünen durchgesetzt.

Der klimapolitische Sprecher der Liberalen, Olaf in der Beek, sprach von einem "großen Meilenstein". Die starren Sektorenziele hätten den Klimaschutz nicht beflügelt, sondern ausgebremst. Sie hätten dazu verleitet, auf kurzfristige Minderungsmaßnahmen zu setzen, statt auf effizientere Projekte. Künftig stehe im Fokus, ob über alle Sektoren hinweg genügend Treibhausgase eingespart werden. Klimaschutz werde damit zukünftig "flexibler, effizienter und zu einer echten Querschnittsaufgabe der Bundesregierung", betonte in der Beek.

Flexibilität in den Sektoren gebe es schon jetzt, ergänzte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch. "Wir weiten sie aus." Miersch kritisierte es jedoch als "nicht haltbaren Zustand", dass es keinen Automatismus gebe, der die Einhaltung der Sektorenziele garantiere. Darüber müssten die Parlamentarier noch beraten.

Selbstkritisch zeigten sich auch die Grünen: Die Abgeordnete Lisa Badum nannte es "gravierend", dass der bisherige Mechanismus der Zielverfehlung in der Sektoren verändert werden solle. Die Sorgen der Verbände müssten hier "sehr, sehr ernst" genommen und in den weiteren Beratungen aufgegriffen werden.

Verbände und Klimaorganisationen kritisierten die geplanten Änderungen scharf. "Das Klimaschutzgesetz ist das Herz für den Klimaschutz in Deutschland, doch nun droht der Infarkt", erklärte die Klimachefin des WWF Deutschland, Viviane Raddatz. "Mit der vorgeschlagenen Novelle soll Verantwortung diffundiert und eine angemessene Reaktionszeit ausgesetzt werden."

Die Klima-Allianz, ein Bündnis aus rund 150 Organisationen, wertete die geplante Streichung der Sektorziele als "Abschwächung des zentralen und wegweisenden klimapolitischen Rahmengesetzes in Deutschland". Die Klimaschützer fordern stattdessen den Bundestag auf, das Gesetz so nachzuschärfen, dass künftige Regierungen die Klimaziele tatsächlich einhalten. In Zukunft müssten handfeste Mechanismen greifen, die eine Emissionsminderung auf den Weg bringen.

Greenpeace-Aktivisten protestierten anlässlich der Bundestagsdebatte am Morgen in Kajaks auf dem Berliner Spreekanal gegen die Pläne der Regierung. Mit nach eigenen Angaben "ökologisch unbedenklicher Kreideleimfarbe" pinselten sie dazu den im Wasser versinkenden Schriftzug "Klimaschutzgesetz" an die Kanalmauer direkt unterhalb des Reichstagsgebäudes. "Die ökologische Modernisierung des Landes hängt schon jetzt weit zurück, aber mit diesem Gesetz würde die Ampel dringend nötigen Klimaschutz noch weiter hinauszögern", erklärte Greenpeace-Sprecher Thilo Maack dazu.

B.Hornik--TPP