The Prague Post - Gewissheit nach wochenlangem Drama: Toter Wal vor Dänemark ist Tier aus Ostsee

EUR -
AED 4.268348
AFN 72.644925
ALL 95.516681
AMD 429.450195
ANG 2.080952
AOA 1066.940946
ARS 1619.310336
AUD 1.625972
AWG 2.093493
AZN 1.98043
BAM 1.955118
BBD 2.345482
BDT 142.940138
BGN 1.940855
BHD 0.439247
BIF 3467.290505
BMD 1.162245
BND 1.488681
BOB 8.047193
BRL 5.877243
BSD 1.164494
BTN 111.695037
BWP 16.472254
BYN 3.24067
BYR 22779.993656
BZD 2.342083
CAD 1.598726
CDF 2612.149237
CHF 0.91464
CLF 0.026819
CLP 1043.955837
CNY 7.914774
CNH 7.919977
COP 4404.863452
CRC 528.215743
CUC 1.162245
CUP 30.799481
CVE 110.22655
CZK 24.31021
DJF 207.367664
DKK 7.471262
DOP 69.57573
DZD 154.270186
EGP 61.40658
ERN 17.433669
ETB 181.830172
FJD 2.561762
FKP 0.872094
GBP 0.872
GEL 3.115269
GGP 0.872094
GHS 13.316355
GIP 0.872094
GMD 84.267207
GNF 10211.437945
GTQ 8.883901
GYD 243.635013
HKD 9.103688
HNL 30.970197
HRK 7.532628
HTG 152.466815
HUF 361.702584
IDR 20458.933129
ILS 3.393104
IMP 0.872094
INR 111.541198
IQD 1525.567836
IRR 1533000.593877
ISK 143.572521
JEP 0.872094
JMD 184.005813
JOD 0.824077
JPY 184.442989
KES 150.107638
KGS 101.638735
KHR 4672.370137
KMF 492.792107
KPW 1046.019866
KRW 1741.106341
KWD 0.358716
KYD 0.970461
KZT 546.699295
LAK 25539.0912
LBP 104282.623097
LKR 382.546556
LRD 213.105662
LSL 19.289871
LTL 3.431807
LVL 0.703031
LYD 7.394421
MAD 10.734555
MDL 20.145972
MGA 4847.309113
MKD 61.623504
MMK 2440.390972
MNT 4159.184248
MOP 9.392424
MRU 46.743694
MUR 54.823516
MVR 17.910628
MWK 2019.295609
MXN 20.149374
MYR 4.59029
MZN 74.271763
NAD 19.289871
NGN 1592.845004
NIO 42.855051
NOK 10.814225
NPR 178.71166
NZD 1.985555
OMR 0.446324
PAB 1.164494
PEN 3.992307
PGK 5.07323
PHP 71.603608
PKR 324.347558
PLN 4.246552
PYG 7096.52452
QAR 4.245019
RON 5.155838
RSD 117.349065
RUB 84.565601
RWF 1703.505766
SAR 4.403345
SBD 9.316927
SCR 15.774497
SDG 697.932139
SEK 10.984146
SGD 1.488491
SHP 0.867733
SLE 28.595478
SLL 24371.690047
SOS 665.56783
SRD 43.52959
STD 24056.116125
STN 24.491457
SVC 10.189446
SYP 128.45708
SZL 19.29327
THB 37.895028
TJS 10.86501
TMT 4.079478
TND 3.408311
TOP 2.798406
TRY 52.908283
TTD 7.904243
TWD 36.69962
TZS 3039.439752
UAH 51.419363
UGX 4372.47475
USD 1.162245
UYU 46.643729
UZS 13945.135519
VES 592.917692
VND 30630.955755
VUV 136.517878
WST 3.145475
XAF 655.728262
XAG 0.015295
XAU 0.000256
XCD 3.141025
XCG 2.098768
XDR 0.815516
XOF 655.728262
XPF 119.331742
YER 277.315726
ZAR 19.39541
ZMK 10461.600028
ZMW 21.922353
ZWL 374.242279
  • Goldpreis

    -123.4000

    4561.9

    -2.71%

  • MDAX

    -528.7300

    31365.17

    -1.69%

  • Euro STOXX 50

    -107.2000

    5827.76

    -1.84%

  • DAX

    -505.7300

    23950.57

    -2.11%

  • TecDAX

    -61.2000

    3795.76

    -1.61%

  • SDAX

    -238.7600

    18365.64

    -1.3%

  • EUR/USD

    -0.0040

    1.1631

    -0.34%

Gewissheit nach wochenlangem Drama: Toter Wal vor Dänemark ist Tier aus Ostsee
Gewissheit nach wochenlangem Drama: Toter Wal vor Dänemark ist Tier aus Ostsee / Foto: Sebastian PETERS - NEWS5/AFP/Archiv

Gewissheit nach wochenlangem Drama: Toter Wal vor Dänemark ist Tier aus Ostsee

Rund zweieinhalb Monate hat das Drama um den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal die Menschen in Atem gehalten, nun ist es Gewissheit: Das als Timmy bekannt gewordene Tier ist tot. Bei einem vor der dänischen Insel Anholt gefundenen Walkadaver handelt es sich nach Angaben dänischer und deutscher Behörden um den berühmten Meeressäuger.

Textgröße:

"Am Ende hat wohl die Natur entschieden", teilte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am Wochenende mit. Kritik an dem von Fachleuten abgelehnten Rettungsversuch einer Privatinitiative, die das Tier in einem Lastkahn zur Nordspitze Dänemarks gebracht hatte, wies er zurück. "Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht."

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal war wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umhergeirrt und dabei mehrfach gestrandet. Zuletzt hatte er rund einen Monat lang in einer flachen Seitenbucht vor der Insel Poel bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern gelegen. Das Schicksal des Tiers und der Umgang mit dem Wal hatten wochenlang für Schlagzeilen und hitzige Debatten gesorgt, die bis hin zu Morddrohungen reichten.

Experten und Behörden hatten das schwer angeschlagene und geschwächte Tier bereits Anfang April aufgegeben, trotzdem duldete Backhaus einen weiteren Rettungsversuch der von Unternehmern finanzierten privaten Rettungsinitiative. Diese hatte den jungen Walbullen Anfang Mai in einer mehrtägigen Aktion mit einem wassergefüllten Lastkahn aus der Ostsee zur Nordspitze Dänemarks gebracht, wo er ausgesetzt wurde.

Sein weiteres Schicksal blieb zunächst unklar. Experten des Deutschen Meeresmuseums waren von seinem Tod ausgegangen. Demnach dürfte dem geschwächten Meeressäuger die Kraft zu längerem Schwimmen gefehlt haben. Nach Angaben der Privatinitiative war zwar ein Tracker zur Positionsermittlung an dem Tier angebracht, funktionierte aber nicht.

Der Fund eines solchen Trackers an dem Walkadaver vor Anholt räumte letzte Zweifel aus, dass es sich um das fragliche Tier handelt. Es gebe nun "letzte Sicherheit", erklärte Backhaus. Ähnlich äußerte sich die nationale dänische Umweltschutzbehörde EPA, zunächst gab es nach deren Angaben "keine konkreten Pläne" für eine Autopsie oder Bergung.

Die Behörde warnte zudem vor Explosionsgefahr durch Verwesungsgase, die sich in dem toten Tier ansammeln. Der Kadaver könne auch "Träger von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten" sein, Schaulustige sollten einen Sicherheitsabstand wahren. Anholt ist eine kleine Insel im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden. Dort war der zunächst nicht sicher identifizierte Walkadaver am Donnerstag entdeckt worden.

"Es ging immer darum abzuwägen, welche Option die schlechteste ist: Den sicheren Tod des Tieres unter Qualen abzuwarten oder ihm eine letzte Chance zu geben und ihn dabei möglichem Stress auszusetzen", erklärte Backhaus mit Blick auf den Rettungsversuch. Es gehe jetzt darum, "aus dem Geschehen die bestmöglichen Lehren zu ziehen". Der Tod des Wals sei eine Mahnung für mehr Natur-, Arten- und Klimaschutz.

Backhaus sprach von "schweren Stunden". Es werde nun mit den Behörden in Dänemark zu klären sein, was mit dem toten Wal geschehen soll. Er kündigte dazu auch Gespräche mit der privaten Rettungsinitiative an.

Ähnlich äußerte sich auch die auf Hawaii lebende US-Tierärztin Jenna Wallace, die zeitweise in die Rettungsbemühungen der Privatinitiative eingebunden gewesen war. Sie hoffe, dass das Schicksal des Wals dazu beitrage, die Ozeane und die Tiere darin zu schützen und künftige Rettungsaktionen zu verändern, schrieb sie im sozialen Netzwerk Instagram.

Trotz des tragischen Ausgangs bezeichnete auch Wallace den Transport mit dem Lastkahn als einen Erfolg. "Timmy starb im Ozean und nicht einsam feststeckend in Schlamm in flachem Wasser", betonte sie dort.

Die Rettungsinitiative war auch mit internen Querelen sowie Vorwürfen gegen andere Beteiligte aufgefallen. Zuletzt hatte eine Vertreterin nach der Freisetzung des Wals vor Dänemark die Crews der angemieteten Schiffe kritisiert und diesen eigenmächtiges Handeln vorgeworfen.

Eine Rechtsanwältin der Reederei wies dies am Wochenende als unwahr zurück. Es handle sich "um undifferenzierte, unvollständige und durch nichts gerechtfertigte Vorwürfe und sogar falsche Behauptungen wider besseres Wissen", erklärte sie am Samstag in Hamburg. Die Maßnahmen seien auf "Anweisung der Privatinitiative" und im Beisein des von dieser benannten Entscheidungsträgers erfolgt. Sie berichtete auch von Anfeindungen "bis hin zu Morddrohungen" gegen Reedereimitarbeiter.

C.Novotny--TPP