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Wegen der historischen Dürre in Folge eines Extremsommers hat die französische Regierung die Vorschriften für Käseproduzenten vorübergehend gelockert. Hersteller bestimmter Käsesorten dürften mehr Heu und Trockenfutter an die Kühe verfüttern als üblich, wie aus mehreren am Mittwoch veröffentlichten Dekreten hervorgeht. Dies betrifft zunächst die Käsesorten Comté, Beaufort und Abondance. Ausnahmeregeln für weitere Käsesorten sollen folgen.
Für die Produzenten der markengeschützten Käsesorten gelten im Normalfall strenge Regeln. Etwa müssen die Milchkühe müssen vorwiegend Gras aus dem Produktionsgebiet fressen.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ist das Gras auf den Weiden wegen der Trockenheit etwa ein Drittel weniger stark gewachsen als sonst. Die Futterlage ist demnach in fast allen Regionen sehr schlecht. Die Regierung hatte bereits nach der Dürre von 2022 Ausnahmeregelungen eingeführt.
Landwirtschaftsministerin Annie Genevard will am Donnerstag mit Branchenvertretern Bilanz nach dem von Extremhitze und Trockenheit geprägten Sommer ziehen. Am 3. September sollen Hilfsmaßnahmen für die Landwirte vorgestellt werden.
M.Jelinek--TPP