The Prague Post - Greenpeace protestiert mit Riesen-Oktopus gegen Tiefseebergbau

EUR -
AED 4.346663
AFN 73.984115
ALL 96.436122
AMD 445.341553
ANG 2.118272
AOA 1085.33336
ARS 1649.31132
AUD 1.673008
AWG 2.131905
AZN 2.012135
BAM 1.955535
BBD 2.382597
BDT 144.550419
BGN 1.950104
BHD 0.446232
BIF 3507.295253
BMD 1.18357
BND 1.494585
BOB 8.191925
BRL 6.180955
BSD 1.18293
BTN 107.238379
BWP 15.610083
BYN 3.371486
BYR 23197.965503
BZD 2.379098
CAD 1.614809
CDF 2668.949286
CHF 0.912787
CLF 0.025961
CLP 1025.160695
CNY 8.176987
CNH 8.149589
COP 4334.007248
CRC 568.830153
CUC 1.18357
CUP 31.364596
CVE 110.250531
CZK 24.255781
DJF 210.653244
DKK 7.472094
DOP 73.001036
DZD 153.588224
EGP 55.639258
ERN 17.753545
ETB 184.01651
FJD 2.597346
FKP 0.874208
GBP 0.872013
GEL 3.160511
GGP 0.874208
GHS 13.006293
GIP 0.874208
GMD 86.994072
GNF 10383.724974
GTQ 9.072809
GYD 247.48752
HKD 9.249988
HNL 31.313155
HRK 7.535196
HTG 155.057685
HUF 377.906101
IDR 19984.573853
ILS 3.663237
IMP 0.874208
INR 107.312546
IQD 1549.590086
IRR 49857.872472
ISK 144.916254
JEP 0.874208
JMD 184.607332
JOD 0.839103
JPY 181.974073
KES 152.680651
KGS 103.503504
KHR 4754.31579
KMF 493.548128
KPW 1065.173703
KRW 1710.175207
KWD 0.362835
KYD 0.985883
KZT 580.621158
LAK 25342.888126
LBP 105932.492462
LKR 366.005058
LRD 220.022983
LSL 18.983869
LTL 3.494773
LVL 0.71593
LYD 7.457053
MAD 10.794183
MDL 20.133528
MGA 5178.364144
MKD 61.666605
MMK 2485.08029
MNT 4235.209393
MOP 9.52445
MRU 47.223201
MUR 54.444653
MVR 18.232933
MWK 2051.248126
MXN 20.234135
MYR 4.625665
MZN 75.63447
NAD 18.983949
NGN 1590.741492
NIO 43.534654
NOK 11.211251
NPR 171.581931
NZD 1.970399
OMR 0.455081
PAB 1.182945
PEN 3.959864
PGK 5.081376
PHP 68.499131
PKR 330.802793
PLN 4.216645
PYG 7732.017915
QAR 4.311534
RON 5.093251
RSD 117.426687
RUB 90.485849
RWF 1727.687856
SAR 4.438855
SBD 9.529701
SCR 16.297894
SDG 711.903222
SEK 10.62813
SGD 1.496002
SHP 0.887984
SLE 28.938296
SLL 24818.863395
SOS 674.917126
SRD 44.621752
STD 24497.50252
STN 24.496992
SVC 10.350685
SYP 13089.777392
SZL 18.977269
THB 37.048711
TJS 11.190531
TMT 4.15433
TND 3.416852
TOP 2.849752
TRY 51.782944
TTD 8.022049
TWD 37.221846
TZS 3057.637446
UAH 51.188914
UGX 4181.451227
USD 1.18357
UYU 45.963968
UZS 14421.046462
VES 468.54202
VND 30737.304291
VUV 140.782023
WST 3.200586
XAF 655.876464
XAG 0.015645
XAU 0.00024
XCD 3.198657
XCG 2.131929
XDR 0.8157
XOF 655.873694
XPF 119.331742
YER 282.13341
ZAR 18.932138
ZMK 10653.549169
ZMW 21.878221
ZWL 381.10895
  • TecDAX

    36.2300

    3717.27

    +0.97%

  • Euro STOXX 50

    58.5400

    6080.39

    +0.96%

  • DAX

    206.5600

    25204.96

    +0.82%

  • Goldpreis

    102.2000

    5008.1

    +2.04%

  • SDAX

    116.6400

    17962.7

    +0.65%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1819

    -0.32%

  • MDAX

    87.9600

    31532.29

    +0.28%

Greenpeace protestiert mit Riesen-Oktopus gegen Tiefseebergbau
Greenpeace protestiert mit Riesen-Oktopus gegen Tiefseebergbau / Foto: ERNESTO BENAVIDES - AFP/Archiv

Greenpeace protestiert mit Riesen-Oktopus gegen Tiefseebergbau

Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Montag vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gegen den von mehreren Staaten geplanten Einstieg in den Tiefseebergbau protestiert. Die Demonstrierenden stellten dazu am Spreeufer einen zehn Meter großen, aufblasbaren Oktopus auf, wie aus Fotos der Organisation hervorging. Auf Bannern fordern sie die Bundesregierung auf: "Moratorium beschließen – Tiefseebergbau stoppen!" sowie "Tiefsee schützen!".

Textgröße:

Anlass ist eine Versammlung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) auf Jamaika. Bis zum 25. Juli verhandeln die rund 170 Mitgliedstaaten über ein Regelwerk für den Tiefseebergbau in internationalen Gewässern. Auch Deutschland ist bei dem Treffen vertreten, Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) nimmt allerdings nicht teil.

"Es braucht ein klares Bekenntnis der Bundesregierung gegen den Start von Tiefseebergbau, um unumkehrbare Schäden am Meeresboden zu verhindern", forderte die Greenpeace-Expertin für Tiefseebergbau, Anna Saito. Deutschland müsse sich für ein globales Moratorium einsetzen, um die drohende Ausbeutung der Tiefsee zu stoppen. "Wir müssen jetzt diesen noch unberührten Lebensraum vor überhasteten, zerstörerischen Eingriffen schützen", verlangte Saito. Daher dürfe auch das geplante, umstrittene Regelwerk für den Tiefseebergbau, der Mining Code, nicht vorangetrieben und verabschiedet werden.

Greenpeace kritisierte, dass Deutschland statt einer Ablehnung bislang den Vorschlag einer "vorsorglichen Pause" unterstütze. Diese würde demnach jedoch Regierungen und Firmen weiterhin ermöglichen, konkrete Vorbereitungen für einen baldigen Rohstoffabbau in der Tiefsee zu treffen, etwa durch Pilottests mit Abbaumaschinen. Auch Deutschland plant laut Greenpeace solche Tests im Zentralpazifik in der Clarion-Clipperton-Zone. Dort besitze die Bundesrepublik Explorationslizenzen für ein 75.000 Quadratkilometer großes Gebiet mit Manganknollen. Betroffen sei ein Gebiet etwa 20 mal so groß wie die Insel Mallorca.

Aktuell bereitet vor allem das kanadische Tiefseebergbau-Unternehmen The Metals Company (TMC) den Start der Rohstoff-Ausbeutung in der Tiefe vor. TMC setzt dabei auf eine Zusammenarbeit mit den USA und ein Dekret der Regierung von Präsident Donald Trump - unter Missachtung multilateraler Abkommen und internationaler Regularien, erklärte Greenpeace. Zugleich versuchten Trump und TMC, "mit ihrem Vorstoß die ISA unter Druck zu setzen", warnte Saito.

"Lassen sich die Mitgliedsstaaten auf dieses Spiel ein, öffnen sie der Ausbeutung der Tiefsee Tür und Tor", mahnte Greenpeace. "Gerade jetzt, da einzelne Regierungen versuchen, internationale Institutionen zu schwächen oder gar zu ignorieren, braucht es eine starke ISA. Die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Meere darf nicht ausgehebelt werden", verlangte die Umweltschutzorganisation.

Pläne für Tiefseebergbau gibt es auch in Japan. Der Vorschlag einer "vorsorglichen Pause", war zuletzt auf der UN-Ozeankonferenz Anfang Juni von gut 30 Staaten aus Europa, Amerika und der Pazifikregion unterstützt worden, darunter auch Deutschland. Bundesumweltminister Schneider hatte in diesem Zusammenhang für "strenge Umweltstandards" als Vorgabe für eine Rohstoffnutzung in der Tiefsee geworben. Frankreich trat hingegen für ein Verbot ein.

Wirtschaftlich interessant ist insbesondere der Abbau sogenannter Seltener Erden. Bislang gibt es für Tiefseebergbau keine internationalen Regeln.

R.Rous--TPP