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Die Unternehmen im Schienennahverkehr in Deutschland fordern vom Bund, dass er die Mehrkosten für die plötzlich deutlich erhöhte Schienenmaut übernimmt. Der Bundesverband Schienennahverkehr machte am Donnerstag die Bundesregierung für den Preisanstieg verantwortlich. Sie habe es versäumt, das Trassenpreissystem zu reformieren, kritisierte Verbandspräsident Peter Panitz.
Die Bundesnetzagentur hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die sogenannten Trassenentgelte für Regionalverkehrsunternehmen für 2026 um neun Prozent und insgesamt 400 Millionen Euro erhöht werden. Die Bonner Behörde setzte damit ein Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) vom März um, welches das bisherige Trassenpreissystem gekippt hatte.
Trassenpreise zahlen die Bahnunternehmen an die Bahn-Töchter DB Infrago und DB Regionetz Infrastruktur für die Nutzung der Schienen. Bislang waren Steigerungen dieser Schienenmaut für den Regionalverkehr gedeckelt, Kostensteigerungen trugen daher primär der Fern- und Güterverkehr. Der EuGH erklärte dies für unrechtmäßig. Die Regionalbahnunternehmen sollen nun mehr zahlen.
Die Bundesländer und die Unternehmen "können die dazu erforderlichen Mittel nicht aufbringen, da die dafür zur Verfügung stehenden Regionalisierungsmittel durch langlaufende Verkehrsverträge gebunden sind", erklärte der Schienennahverkehr-Verband. Der Bund wiederum habe die ursprüngliche und vom EuGH gekippte Regelung geschaffen und sie immer noch nicht reformiert, obwohl dies schon lange im Raum steht. Er müsse nun die Mehrkosten tragen.
G.Kucera--TPP