The Prague Post - Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck

EUR -
AED 4.266085
AFN 75.506165
ALL 91.914133
AMD 423.035589
ANG 2.079064
AOA 1066.375587
ARS 1758.412676
AUD 1.616494
AWG 2.090932
AZN 1.962587
BAM 1.954604
BBD 2.340467
BDT 143.402221
BGN 1.970548
BHD 0.438122
BIF 3473.329053
BMD 1.161629
BND 1.471106
BOB 14.705808
BRL 5.951961
BSD 1.162089
BTN 110.849761
BWP 15.622504
BYN 3.530139
BYR 22767.92728
BZD 2.337119
CAD 1.604866
CDF 2683.362971
CHF 0.943051
CLF 0.027335
CLP 1080.175855
CNY 7.795169
CNH 7.794222
COP 3612.851873
CRC 527.377181
CUC 1.161629
CUP 30.783167
CVE 110.196124
CZK 24.24645
DJF 206.933332
DKK 7.47507
DOP 68.348163
DZD 154.679328
EGP 59.66347
ERN 17.424434
ETB 189.819456
FJD 2.574637
FKP 0.857457
GBP 0.858926
GEL 3.018585
GGP 0.857457
GHS 13.305855
GIP 0.857457
GMD 85.375536
GNF 10214.351893
GTQ 8.872225
GYD 243.12118
HKD 9.108396
HNL 31.183509
HRK 7.531302
HTG 151.877033
HUF 364.696307
IDR 20417.951929
ILS 3.520573
IMP 0.857457
INR 110.932602
IQD 1522.368127
IRR 1596746.1038
ISK 139.998883
JEP 0.857457
JMD 183.8443
JOD 0.823566
JPY 179.078466
KES 150.350081
KGS 101.584014
KHR 4709.137709
KMF 492.531337
KPW 1045.46639
KRW 1560.874974
KWD 0.358223
KYD 0.968386
KZT 523.258441
LAK 25997.750532
LBP 104061.45809
LKR 381.506472
LRD 202.77326
LSL 18.712304
LTL 3.429989
LVL 0.702658
LYD 7.352373
MAD 10.906083
MDL 20.086791
MGA 4986.88303
MKD 61.489979
MMK 2438.966138
MNT 4180.595965
MOP 9.385834
MRU 46.504933
MUR 54.399107
MVR 17.947524
MWK 2015.066536
MXN 19.680437
MYR 4.722718
MZN 74.240376
NAD 18.712787
NGN 1537.207084
NIO 42.763823
NOK 10.757213
NPR 177.363432
NZD 1.99375
OMR 0.446651
PAB 1.162074
PEN 3.892317
PGK 5.243722
PHP 72.7232
PKR 322.211168
PLN 4.321509
PYG 6844.839594
QAR 4.236025
RON 5.253463
RSD 117.301112
RUB 97.861781
RWF 1714.013928
SAR 4.358458
SBD 9.286084
SCR 15.903602
SDG 698.717212
SEK 11.199236
SGD 1.47118
SHP 0.857766
SLE 28.577809
SLL 24358.777219
SOS 664.093495
SRD 43.835196
STD 24043.373798
STN 24.485012
SVC 10.167382
SYP 15103.499406
SZL 18.700312
THB 38.337818
TJS 10.731677
TMT 4.077318
TND 3.384029
TOP 2.796924
TRY 56.333082
TTD 7.889001
TWD 36.751845
TZS 3075.416126
UAH 51.764123
UGX 4462.095803
USD 1.161629
UYU 46.751584
UZS 13700.672506
VES 945.185468
VND 30114.649529
VUV 137.237609
WST 3.159895
XAF 655.957
XAG 0.017687
XAU 0.000266
XCD 3.139361
XCG 2.094273
XDR 0.821332
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 275.364494
ZAR 18.75573
ZMK 10456.054919
ZMW 22.398
ZWL 374.044046
SSP 6573.796574
MXV 2.23234
  • Euro STOXX 50

    -2.5100

    6309.05

    -0.04%

  • Goldpreis

    -38.4000

    4422.3

    -0.87%

  • DAX

    -413.2500

    25594.35

    -1.61%

  • TecDAX

    -16.8000

    3977.91

    -0.42%

  • SDAX

    -207.5900

    18583.61

    -1.12%

  • MDAX

    -564.4600

    31979.84

    -1.77%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1621

    -0.15%

Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck
Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck / Foto: Blake Fagan - AFP

Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck

Mit dem Rückkauf von Staatsanleihen zielt die US-Regierung von Präsident Donald Trump auf eine Beruhigung der Märkte ab - doch stattdessen sind die Zinssätze für die Schuldverschreibungen weiter in die Höhe geschossen. Am Mittwoch erreichte die Rendite von US-Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit zeitweilig 4,85 Prozent - den höchsten Stand seit 2023. Die Risiken für die Staatsfinanzen der weltweit größten Volkswirtschaft nehmen damit zu.

Textgröße:

Staatsanleihen werden von Staaten ausgegeben, um sich an den Kapitalmärkten Geld zu beschaffen und spielen für den Haushalt vieler Volkswirtschaften eine zentrale Rolle, denn kaum ein Land finanziert seinen Haushalt allein über die laufenden Steuereinnahmen. Zugleich können sich Änderungen an den Zinsen, die der Staat seinen Gläubigern für die Schuldverschreibungen zahlt, empfindlich auswirken: Denn eine höhere Zinslast belastet den Haushalt dann zusätzlich, was eine Spirale neuer Verschuldung nach sich ziehen kann - zu schlechteren Konditionen für den Staat.

In den USA hatte die Staatsverschuldung zuletzt erstmals die Schwelle von 40 Billionen Dollar (aktuell knapp 34,4 Billionen Euro) überschritten, wie das Finanzministerium im August mitgeteilt hatte. Die Renditen für langfristige Staatsanleihen mit dreißigjähriger Laufzeit waren deshalb bereits im vergangenen Monat mit 5,33 Prozent auf das höchste Niveau seit fast zwei Jahrzehnten gestiegen; am Mittwoch lagen sie mit 5,29 Prozent auf ähnlich hohem Niveau.

Um die Märkte zu beruhigen hatte Trumps Finanzminister Scott Bessent im August eine Strategie vorgestellt, den Rückkauf von Staatsanleihen auszuweiten. Am Mittwoch war nun mit Spannung erwartet worden, wie umfangreich dieser Rückkauf ausfällt - und die Märkte reagierten enttäuscht. Zwar kündigte das Finanzministerium an, langfristige Anleihen im Wert von bis zu sechs Milliarden Dollar zurückzukaufen zu wollen, was einer Verdreifachung des üblicherweise bei derartigen Maßnahmen eingesetzten Betrags entspricht.

Dies sei jedoch "kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein", kommentierte Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Märkte hätten vielmehr damit gerechnet, dass das Rückkaufvolumen eher zehn Milliarden Dollar oder sogar noch mehr betragen würde, statt der üblichen zwei Milliarden Dollar. Die sechs Milliarden Dollar seien "nahe am unteren Ende der Markterwartungen" gewesen.

Analyst Patrick O'Hare von Briefing.com verwies darauf, dass nicht nur die Enttäuschung über den Umfang des Rückkaufprogramms den Renditeanstieg für US-Staatsanleihen erklärt haben könnte, sondern der Markt die Maßnahme auch "mehr oder weniger als Hütchenspiel betrachtet" habe. Weitere Experten kritisierten den Rückkaufplan als bloße Notlösung, um die problematische US-Haushaltslage in den Griff zu bekommen - und hoben zudem hervor, dass der Markt für US-Staatsanleihen zu umfangreich sei, um durch das Rückkaufprogramm maßgeblich beeinflusst werden zu können.

Tatsächlich sind am Anleihemarkt gewaltige Summen investiert: Nach Angaben der OECD vom März dieses Jahres nehmen Regierungen und Unternehmen 2026 voraussichtlich 29 Billionen Dollar an den Anleihemärkten auf - vier Billionen Dollar oder 17 Prozent mehr als 2024 und doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

Grundsätzlich spiegelt der Anstieg der Zinssätze für US-Staatsanleihen die Einschätzung von Investoren wider, dass der Besitz der Staatsanleihen mit einem größeren Risiko als zuvor verbunden ist, für das sie folglich eine höhere Rendite verlangen. Neben der massiven Staatsverschuldung spielt hinsichtlich eines ungewisseren Ausblicks auf die weitere Entwicklung auch die hartnäckige Inflation ein Rolle, ausgelöst zuvorderst durch die Energiepreissteigerungen wegen des Iran-Krieges.

Gleichzeitig steht die Entwicklung kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress in Widerspruch zu Trumps Versprechen, Preise und Kreditkosten zu senken, wobei auch die politischen Kehrtwenden des Präsidenten - vor allem in Zusammenhang mit Zollandrohungen und Handelskonflikten - dafür sorgen, dass Investoren höhere Prämien verlangen, wenn sie dem Staat Geld leihen. Zudem bekommt die US-Regierung am Anleihemarkt laut Analysten zunehmend Konkurrenz von Unternehmen, die gewaltige Investitionen insbesondere in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (Ki) stemmen wollen. "Das erhöht den Aufwärtsdruck auf die Renditen", erklärte Matthew Ryan von Ebury.

S.Danek--TPP