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Nach einer Verzögerung durch eine Protestaktion hat ein 23. Castortransport mit Atommüll durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen am Mittwochmorgen das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland erreicht. Aktivisten störten den Transport zwischenzeitig an einer Brücke über der Autobahn 31, wie die Polizei in Münster mitteilte. Nach einer Verzögerung konnte der Transport weiterfahren. Die Sicherheit des Transports sei durchgängig gewährleistet gewesen.
Drei Menschen hatten sich demnach kurz hinter der Anschlussstelle Schermbeck mit einem Banner auf der Brücke befunden. Zwei von ihnen hielten sich an der Außenseite der Brücke auf. Die Polizei nahm drei Menschen im Alter zwischen 20 und 37 Jahren in Gewahrsam. Sie erwartet nun ein Strafverfahren.
Weitere angemeldete Proteste verliefen friedlich. Bei einer Mahnwache in Ahaus nahmen elf Menschen teil, bei zwei Versammlungen in Jülich waren insgesamt sechs Menschen vor Ort. Entlang der etwa 170 Kilometer langen Transportstrecke kam es erwartungsgemäß zu Verkehrsbehinderungen. Die bisherigen Castortransporte von Jülich nach Ahaus verliefen nach früheren Polizeiangaben überwiegend ohne größere Zwischenfälle.
W.Cejka--TPP