Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP
Im jahrelangen Streit um mögliche Gesundheitsrisiken des Pflanzenschutzmittels Glyphosat hat ein weiteres US-Gericht zugunsten des Bayer-Konzerns aus Leverkusen entschieden. Geschworene in St. Louis im US-Bundestaat Missouri wiesen am Donnerstag (Ortszeit) die Klage von drei Frauen ab. Sie hatten angegeben, das Produkt sei fehlerhaft und hatten der Bayer-Tochter Monsanto vorsätzliche Täuschung und Nachlässigkeit vorgeworfen.
"Wir begrüßen die Entscheidung der Geschworenen", erklärte der Konzern. Das Urteil sei ein "starkes Signal" an weitere mögliche Klägerinnen und Kläger, dass es "erhebliche Hürden" für ihre Argumente gebe.
Es war das erste Gerichtsurteil in den USA, seit der Oberste Gerichtshof in Washington Ende Juni zugunsten von Bayer entschieden hatte. Der Konzern ist laut Supreme Court nicht verpflichtet, zusätzliche Warnhinweise auf Verpackungen glyphosathaltiger Mittel anzubringen, da die zuständige US-Behörde den Wirkstoff für unbedenklich erklärt hatte.
Vor dem Supreme Court ging es um den Fall von John Durnell, der seine Blutkrebserkrankung auf die Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup des Monsanto-Konzerns zurückführte, den Bayer 2018 übernommen hatte. Die US-Umwelt- und Gesundheitsschutzbehörde EPA hatte Glyphosat als unbedenklich eingestuft.
Monsanto stehe zur Sicherheit der Produkte und werde sie "bei den verbleibenden Rechtsstreitigkeiten weiterhin vehement verteidigen", erklärte der Konzern nun. Die Pflanzenschutzmittel seien "für die Landwirtschaft und die Produktion erschwinglicher Lebensmittel essenziell".
V.Sedlak--TPP