The Prague Post - Gedenken zum 9. November: Steinmeier ruft zur Verteidigung der Demokratie auf

EUR -
AED 4.252563
AFN 76.424237
ALL 92.636144
AMD 422.09056
ANG 2.072475
AOA 1061.838013
ARS 1731.139443
AUD 1.635034
AWG 2.084306
AZN 1.964718
BAM 1.956683
BBD 2.332553
BDT 141.293789
BGN 1.964303
BHD 0.436697
BIF 3461.062553
BMD 1.157948
BND 1.479968
BOB 13.405052
BRL 6.038933
BSD 1.158123
BTN 110.757003
BWP 15.633058
BYN 3.52259
BYR 22695.77638
BZD 2.329252
CAD 1.609198
CDF 2628.541464
CHF 0.940139
CLF 0.027169
CLP 1069.295396
CNY 7.80839
CNH 7.812153
COP 3598.635355
CRC 520.234869
CUC 1.157948
CUP 30.685616
CVE 110.314803
CZK 24.204235
DJF 206.233107
DKK 7.475763
DOP 68.030714
DZD 153.899835
EGP 58.506355
ERN 17.369217
ETB 185.847204
FJD 2.557945
FKP 0.853847
GBP 0.855254
GEL 3.016421
GGP 0.853847
GHS 12.797778
GIP 0.853847
GMD 85.688044
GNF 10173.593035
GTQ 8.833988
GYD 242.29939
HKD 9.083
HNL 31.052019
HRK 7.536852
HTG 151.488392
HUF 365.683361
IDR 20648.756305
ILS 3.467471
IMP 0.853847
INR 110.950676
IQD 1517.490558
IRR 1591686.061928
ISK 142.193998
JEP 0.853847
JMD 182.992615
JOD 0.821021
JPY 184.682825
KES 149.960766
KGS 101.262148
KHR 4685.115172
KMF 493.285787
KPW 1042.153337
KRW 1634.640178
KWD 0.357528
KYD 0.965136
KZT 534.90149
LAK 26100.783627
LBP 103711.022041
LKR 384.41355
LRD 210.2049
LSL 18.788082
LTL 3.419119
LVL 0.700431
LYD 7.379332
MAD 10.774126
MDL 19.978019
MGA 4988.252028
MKD 61.541889
MMK 2431.46036
MNT 4164.988076
MOP 9.356424
MRU 46.44797
MUR 54.424052
MVR 17.90146
MWK 2011.355067
MXN 19.757692
MYR 4.701152
MZN 73.99868
NAD 18.851418
NGN 1563.287416
NIO 42.619241
NOK 10.893226
NPR 177.211005
NZD 1.971354
OMR 0.445222
PAB 1.158123
PEN 3.899392
PGK 5.088891
PHP 71.590105
PKR 321.411506
PLN 4.326643
PYG 6987.154465
QAR 4.221301
RON 5.243887
RSD 117.388133
RUB 98.309825
RWF 1706.470414
SAR 4.338352
SBD 9.29347
SCR 16.026543
SDG 696.498379
SEK 11.036749
SGD 1.480153
SHP 0.857884
SLE 28.543267
SLL 24281.584962
SOS 661.77551
SRD 43.963807
STD 23967.181045
STN 24.511066
SVC 10.133575
SYP 15055.636855
SZL 18.85157
THB 38.348332
TJS 10.701131
TMT 4.052817
TND 3.37976
TOP 2.78806
TRY 55.502054
TTD 7.853546
TWD 36.934363
TZS 3068.823304
UAH 51.879522
UGX 4319.950312
USD 1.157948
UYU 46.721093
UZS 13689.180205
VES 893.445696
VND 30311.598893
VUV 137.02991
WST 3.156927
XAF 656.253276
XAG 0.018399
XAU 0.000267
XCD 3.129412
XCG 2.087242
XDR 0.818729
XOF 656.253276
XPF 119.331742
YER 274.551846
ZAR 18.820925
ZMK 10422.919464
ZMW 21.627764
ZWL 372.858711
  • EUR/USD

    0.0004

    1.1581

    +0.03%

  • DAX

    -210.2500

    26128.36

    -0.8%

  • SDAX

    -60.7300

    18425.59

    -0.33%

  • MDAX

    -517.1500

    31839.83

    -1.62%

  • TecDAX

    -41.2800

    4051.96

    -1.02%

  • Euro STOXX 50

    -62.2800

    6468.17

    -0.96%

  • Goldpreis

    -13.3000

    4407.3

    -0.3%

Gedenken zum 9. November: Steinmeier ruft zur Verteidigung der Demokratie auf
Gedenken zum 9. November: Steinmeier ruft zur Verteidigung der Demokratie auf / Foto: Maryam Majd - POOL/AFP

Gedenken zum 9. November: Steinmeier ruft zur Verteidigung der Demokratie auf

Am Gedenktag des 9. November hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Verteidigung der Demokratie in Deutschland aufgerufen. "Nie in der Geschichte unseres wiedervereinten Landes waren Demokratie und Freiheit so angegriffen", sagte Steinmeier am Sonntag in Berlin. Diese seien aktuell vor allem bedroht "durch rechtsextreme Kräfte, die unsere Demokratie angreifen und an Zustimmung in der Bevölkerung gewinnen".

Textgröße:

Steinmeier appellierte an Politik und Zivilgesellschaft, sich dagegen zu wehren. "Einfach abzuwarten, dass der Sturm vorbeizieht oder solange in sichere Deckung zu gehen, das reicht nach meiner Überzeugung nicht", sagte der Bundespräsident bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue, mit der an die historischen Ereignisse von 1918, 1938 und 1989 erinnert wurde. "Wir müssen handeln. Wir können handeln!"

"Die Rechtsextremen locken mit dem süßen Gift der Wut, 'die da oben' sind der vermeintliche Gegner", sagt Steinmeier weiter. Sie lockten "mit dem Versprechen autoritärer Führung" und damit, dass Deutschland "wieder groß sein" solle. Dem hätten Demokraten "so viel entgegenzusetzen. Wir haben das Recht. Die Freiheit. Die Menschlichkeit", betonte Steinmeier.

Ohne die AfD namentlich zu nennen, forderte der Bundespräsident unter dem Applaus der Gäste, dass es mit Extremisten keine politische Zusammenarbeit geben dürfe, "nicht in der Regierung, nicht in den Parlamenten". Ein Parteienverbot sei "die Ultima Ratio der wehrhaften Demokratie". Ob die Voraussetzungen vorliegen, müsse geprüft und abgewogen werden. "Auf keinen Fall dürfen wir tatenlos sein, bis diese Fragen geklärt sind", forderte Steinmeier.

Unvereinbarkeitsbeschlüsse und Brandmauern seien ein Signal - "aber sie sind keine Versicherung", mahnte der Bundespräsident. Auch Brandmauern seien porös, wenn nicht auch Distanz zur Sprache, zu den Ressentiments, zu den Feindbildern der Rechtsextremen gewahrt werde. Steinmeier warnte davor, auf die Behauptung hereinzufallen, rechtsextreme Parteien stammten doch aus "derselben bürgerlichen Wurzel". Bürgerliche Politik sei "etwas grundsätzlich anderes als Extremismus".

Die Hauptlast der Abgrenzung tragen Steinmeier zufolge die politischen Kräfte Mitte-rechts. "Explizit an die politischen Kräfte Mitte-links gewandt" nannte er es "wenig hilfreich, jede unliebsame Äußerung als 'rechtsextrem' zu diskreditieren". Es sei gefährlich, wenn Themen wie Migration und Sicherheit nicht besprochen werden könnten, weil sofort der Rassismus im Raume stehe. Diese Themen dürften nicht allein dem rechten Rand überlassen werden.

Der Anlass der Rede, der 9. November, steht für drei einschneidende Ereignisse in der deutschen Geschichte: 1918 rief in Berlin Philipp Scheidemann die Republik aus, 1938 setzten die Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in Brand und drangsalierten und ermordeten Jüdinnen und Juden, 1989 fiel die Mauer in Berlin.

"Der 9. November steht für Licht und Schatten, für die tiefsten Abgründe und die glücklichsten Stunden unserer Geschichte", betonte der Bundespräsident. 87 Jahre nach den Pogromen des 9. November 1938 sei der Antisemitismus "nicht zurück, denn er war immer da", und seit dem Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sei er auch in Deutschland "sprunghaft angestiegen". Steinmeier forderte: "Wir müssen Antisemitismus bekämpfen, egal, aus welcher Richtung er kommt."

H.Vesely--TPP