The Prague Post - "Demütig": Merz übt in Unionsfraktion Selbstkritik - und wirbt für Reformen

EUR -
AED 4.201655
AFN 73.790789
ALL 91.377962
AMD 415.828901
ANG 2.048332
AOA 1049.126721
ARS 1731.281542
AUD 1.610357
AWG 2.062215
AZN 1.936763
BAM 1.952099
BBD 2.30503
BDT 140.543556
BGN 1.926001
BHD 0.431484
BIF 3438.481279
BMD 1.144086
BND 1.458614
BOB 12.589188
BRL 5.844561
BSD 1.14443
BTN 109.335199
BWP 15.499616
BYN 3.467027
BYR 22424.086103
BZD 2.301746
CAD 1.609712
CDF 2642.838706
CHF 0.939346
CLF 0.027409
CLP 1082.202199
CNY 7.660114
CNH 7.664152
COP 3679.426422
CRC 510.634164
CUC 1.144086
CUP 30.31828
CVE 110.057794
CZK 24.348267
DJF 203.803626
DKK 7.475658
DOP 68.041304
DZD 153.175418
EGP 58.974236
ERN 17.16129
ETB 185.084124
FJD 2.560692
FKP 0.855719
GBP 0.857544
GEL 2.968925
GGP 0.855719
GHS 13.229976
GIP 0.855719
GMD 84.07897
GNF 10060.926355
GTQ 8.733443
GYD 239.366206
HKD 8.97373
HNL 30.720223
HRK 7.534147
HTG 149.577083
HUF 362.387532
IDR 20380.748461
ILS 3.44896
IMP 0.855719
INR 109.3419
IQD 1499.257686
IRR 1572946.672152
ISK 138.399951
JEP 0.855719
JMD 180.487829
JOD 0.811196
JPY 179.993909
KES 148.158664
KGS 100.050231
KHR 4643.197361
KMF 491.957183
KPW 1029.677787
KRW 1553.542863
KWD 0.352996
KYD 0.953692
KZT 511.816402
LAK 25637.508096
LBP 102486.45264
LKR 376.665911
LRD 197.994639
LSL 18.564206
LTL 3.378188
LVL 0.692047
LYD 7.29517
MAD 10.92958
MDL 20.124847
MGA 5012.519102
MKD 61.40359
MMK 2401.459229
MNT 4115.056056
MOP 9.245572
MRU 45.824126
MUR 54.5274
MVR 17.687777
MWK 1984.546342
MXN 19.772221
MYR 4.662164
MZN 73.109884
NAD 18.563882
NGN 1515.662089
NIO 42.120148
NOK 10.817293
NPR 174.920858
NZD 2.00024
OMR 0.439884
PAB 1.144435
PEN 3.86617
PGK 5.098335
PHP 71.499084
PKR 317.157229
PLN 4.353065
PYG 6810.089337
QAR 4.160313
RON 5.275611
RSD 117.4004
RUB 95.958583
RWF 1689.197595
SAR 4.296235
SBD 9.182449
SCR 15.725236
SDG 688.170841
SEK 11.274859
SGD 1.459459
SHP 0.855296
SLE 28.202154
SLL 23990.902626
SOS 654.005821
SRD 43.178115
STD 23680.27083
STN 24.45364
SVC 10.014015
SYP 14875.406796
SZL 18.558897
THB 37.933281
TJS 10.557585
TMT 4.004301
TND 3.372606
TOP 2.754684
TRY 55.854148
TTD 7.776359
TWD 36.238694
TZS 3026.110954
UAH 51.272996
UGX 4463.537962
USD 1.144086
UYU 45.952882
UZS 13521.366004
VES 974.007686
VND 29763.397957
VUV 135.347354
WST 3.147419
XAF 655.957
XAG 0.017374
XAU 0.000264
XCD 3.09195
XCG 2.062617
XDR 0.808928
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 270.633287
ZAR 18.557773
ZMK 10298.149278
ZMW 22.288842
ZWL 368.395233
SSP 6535.625567
MXV 2.24105
  • Goldpreis

    -8.2000

    4375.7

    -0.19%

  • Euro STOXX 50

    6.5200

    6324.72

    +0.1%

  • SDAX

    190.8700

    18410.84

    +1.04%

  • TecDAX

    19.4900

    4031.01

    +0.48%

  • DAX

    3.8400

    25578.85

    +0.02%

  • MDAX

    287.9500

    31529.91

    +0.91%

  • EUR/USD

    -0.0035

    1.1434

    -0.31%

"Demütig": Merz übt in Unionsfraktion Selbstkritik - und wirbt für Reformen
"Demütig": Merz übt in Unionsfraktion Selbstkritik - und wirbt für Reformen / Foto: Jens SCHLUETER - AFP

"Demütig": Merz übt in Unionsfraktion Selbstkritik - und wirbt für Reformen

Nach wochenlangen innerparteilichen Debatten über seine Leistung hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Stellung in der Union gefestigt. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) sagte dem Kanzler am Dienstag den Rückhalt der Fraktion für die Umsetzung der umstrittenen Reformen zu: "Der Kanzler hat unsere Unterstützung", stellte Frei klar. Merz räumte bei einem Auftritt vor den Unionsabgeordneten eigene Fehler ein und mahnte eine Fortsetzung des Reformkurses an. Das von manchen befürchtete Scherbengericht in der Fraktionssitzung blieb aber aus.

Textgröße:

In der mehr als zwei Stunden dauernden Aussprache mit dem Kanzler habe es lediglich "eine kleine Zahl" kritischer Wortmeldungen gegeben, berichteten Teilnehmer. Moniert wurde demnach, dass die CDU nicht mehr glaubwürdig sei und dass die thematische Verengung auf die Umsetzung der Reformprojekte zu wenig Zugkraft bei den Wählerinnen und Wählern entfalte.

Eine generelle Abrechnung mit dem Kurs des Kanzlers habe es aber nicht gegeben. Die Fraktion könne sich nun wieder "auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren", fasste ein Teilnehmer das Ergebnis der Aussprache zusammen.

Der CDU-Haushaltsexperte Matthias Middelberg sagte zu Merz' Auftritt in der Fraktion: "Ich habe ihn wirklich demütig erlebt." Merz habe in der Sitzung "eigene Fehler analysiert und aufgearbeitet". Middelberg charakterisierte die Stimmung des Kanzlers und der Abgeordneten in der Sitzung als "ernst".

Wie Teilnehmer berichteten, übernahm der Kanzler in der Fraktion eine Mitverantwortung für die jüngsten Niederlagen in den Ländern. "Ich habe meinen Anteil an diesen Wahlergebnissen", wurde Merz zitiert. Wie bereits am Montag sprach er demnach von "desaströsen Ergebnissen". Merz habe sich vor den Abgeordneten zu den anvisierten Reformen bekannt - insbesondere die Rentenreform müsse umgesetzt werden.

Aus Koalitionskreisen verlautete, dass Merz am Abend mit den SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil im kleinen Kreis im Kanzleramt über den Fortgang des Reformprozesses beraten wolle. Beschlüsse dazu seien nicht geplant.

Vor Beginn der Fraktionssitzung hatte Unionsfraktionschef Frei die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Kanzler Merz aufgerufen. Er sei zudem "überzeugt, dass wir gemeinsam mit der SPD die verabredeten Reformvorhaben auch tatsächlich zügig durchsetzen können", sagte Frei. Er räumte ein, dass die jüngsten Landeswahlen in Berlin und zwei ostdeutschen Ländern "dramatische Ergebnisse mit dramatischen Konsequenzen" gebracht hätten.

Es sei nun aber "ganz wichtig, dass man aus solchen Ergebnissen nicht die falschen Konsequenzen zieht - und die falsche Konsequenz wäre, wenn man vor der eigenen Courage zurückschrecken würde, wenn man das, was wir als Koalition vereinbart haben, jetzt zur Disposition stellen würde", mahnte Frei.

Dies gelte insbesondere für die vereinbarte Rentenreform, sagte Frei. Er verwies darauf, dass sich der Koalitionsausschuss aus CDU, SPD und CSU im Juli "in Gänze" hinter die Empfehlungen der Alterssicherungskommission gestellt habe. Er sei überzeugt, "dass die Rentenreform in einem Rutsch passieren sollte - das darf man nicht in unterschiedliche Pakete aufteilen". Die Gesetzgebung müsse nun zügig beginnen.

Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch bekannte sich zur Umsetzung der Rentenreform. Er sei "guten Mutes", das am Ende der Beratungen ein Rentenpaket stehe, sagte Miersch vor der Sitzung seiner Fraktion. Die Koalition müsse vor allem "deutlich machen, dass es einen Mehrwert gibt und dass es Sicherheit gibt".

Besonders umstritten ist derzeit die Abschaffung der Frühverrentung für langjährig Versicherte. Sie ist Teil der Reformempfehlungen der Rentenkommission, auf deren Umsetzung im Paket sich die Koalitionsspitzen im Juli verständigt hatten. Die Maßnahme ist allerdings unpopulär. Die SPD distanzierte sich davon, auch in der CDU gibt es Kritik. Verstärkt wurden diese koalitionsinternen Absetzbewegungen durch die Ergebnisse der jüngsten Landeswahlen.

R.Rous--TPP